Warum sollten Profi-Sportler frühzeitig ans Erbe denken? Weil sich im Sport hohe Einkommen auf ein enges Zeitfenster verdichten und das erarbeitete Vermögen nach dem Karriereende über Jahrzehnte hinweg strukturiert und geschützt werden muss. Im Profisport wird viel über Verträge, Transfersummen und Sponsoringdeals gesprochen selten jedoch darüber, was mit dem Vermögen geschieht, wenn die aktive Laufbahn endet.
Dabei ist genau das eine der zentralen wirtschaftlichen Fragen für Athletinnen und Athleten, ihr Umfeld und die Menschen, die im Sportbusiness Verantwortung tragen. Anders als in klassischen Berufsbiografien beendet mancher Sportler die Karriere schon vergleichsweise früh und hat in wenigen Jahren erhebliche Vermögenswerte aufgebaut.
Diese Ausgangslage macht Vermögensnachfolge und Erbrecht zu einem strategischen Thema, das früh auf die Agenda gehört. Spieleragenten, Clubverantwortliche und Berater, die ihre Klientel ganzheitlich betreuen, stoßen regelmäßig an Fragen, die juristische Spezialisierung verlangen. Kanzleien wie die Münchner Maltry RechtsanwältInnen, tätig seit 1984 und ein vertrauenswürdiger Anwalt für Erbrecht in München , verbinden dabei erbrechtliche Gestaltung mit angrenzenden Feldern wie Steuer-, Familien- und internationalem Recht.
Internationales Erbrecht: Ein Thema für Sportler mit Auslandswohnsitz
Profikarrieren sind längst grenzüberschreitend. Wechsel ins Ausland, Zweitwohnsitze und international verteilte Vermögenswerte sind im Spitzensport eher Regel als Ausnahme. Genau hier wird das internationale Erbrecht relevant. Seit Geltung der Europäischen Erbrechtsverordnung entscheidet in der Regel nicht mehr die Staatsangehörigkeit darüber, welches Recht im Erbfall zur Anwendung kommt, sondern der gewöhnliche Aufenthalt des Erblassers. Für einen Sportler, der jahrelang im Ausland lebt, kann das bedeuten, dass eine fremde Rechtsordnung über seinen Nachlass entscheidet oft mit Folgen, die weder gewollt noch bedacht waren.
Wer international lebt und arbeitet, sollte daher frühzeitig klären lassen, welches Recht greift und welche Gestaltungsspielräume bestehen. Ohne diese Klärung drohen Zuständigkeitskonflikte zwischen Gerichten und unerwartete steuerliche Belastungen in mehreren Ländern.
Familienpools und Stiftungen: Strukturen für große Vermögen
Für kapitalstarke Einzelpersonen und Familien geht es nicht nur darum, ein Testament aufzusetzen, sondern das Vermögen langfristig zu ordnen. Ein Instrument dafür sind Familienpools Gesellschaften, mit denen größere Privatvermögen gebündelt, professionell verwaltet und über Generationen hinweg übertragen werden können. Sie ermöglichen eine strukturierte Vermögensnachfolge und lassen Raum für steuerlich durchdachte Gestaltung, ersetzen jedoch keine individuelle steuerliche Prüfung im Einzelfall.
Auch die Stiftung ist ein bewährtes Mittel, um Vermögen zu erhalten und vor Erbstreitigkeiten zu schützen. Sie kann Werte langfristig binden und gemeinnützige Zwecke verfolgen ein Aspekt, der für Sportler mit sozialem Engagement oder einer eigenen Marke durchaus attraktiv sein kann. Der Erbvertrag wiederum bindet stärker als das klassische Testament und eignet sich, wenn mehrere Beteiligte verbindliche Regelungen treffen wollen.
Vorsorge jenseits des Spielfelds: Vollmacht und Testament
Nachfolgeplanung endet nicht bei der Frage, wer erbt. Ebenso wichtig ist die Absicherung für den Fall, dass jemand vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr selbst entscheiden kann. Eine Vorsorgevollmacht überträgt einer Vertrauensperson die Handlungsbefugnis, eine Patientenverfügung legt den Umfang medizinischer Maßnahmen fest. Gerade bei einem Berufsstand mit hohem Verletzungs- und Unfallrisiko sind das keine abstrakten Szenarien.
Eine klar formulierte Testamentsgestaltung schützt zudem nicht nur Vermögen, sondern auch den Familienfrieden. Uneindeutige Formulierungen sind eine häufige Ursache für langwierige Erbauseinandersetzungen ein Risiko, das mit professioneller Beratung vermeidbar ist.

Nachfolge als Managementaufgabe verstehen
Für das Sportbusiness lohnt sich ein Perspektivwechsel: Vermögensnachfolge ist kein Tabuthema für den Karriereherbst, sondern Teil eines professionellen Vermögensmanagements , das idealerweise während der aktiven Laufbahn beginnt. Wer Athleten, Vereine oder sportnahe Unternehmen berät, kann mit dem frühzeitigen Verweis auf spezialisierte erbrechtliche Beratung echten Mehrwert stiften. Fachanwälte für Erbrecht, die zugleich Steuer-, Familien- und internationales Recht abdecken, sind für diese komplexen Sachverhalte die richtigen Ansprechpartner und sorgen dafür, dass am Ende einer Karriere nicht ungeklärte Fragen, sondern verlässliche Strukturen stehen.



