Was ist der ROI (Return on Investment)?
Der Return on Investment (ROI) ist die zentrale Rentabilitätskennzahl der Betriebswirtschaft. Er zeigt, wie viel Gewinn eine Investition im Verhältnis zum eingesetzten Kapital erwirtschaftet – ausgedrückt in Prozent. Damit macht der ROI sehr unterschiedliche Maßnahmen direkt vergleichbar: ob eine Social-Media-Kampagne, ein Trikotsponsoring oder ein Hospitality-Paket im Stadion. Je höher der ROI, desto effizienter arbeitet das investierte Geld.
ROI-Formel und Rechenbeispiel
Die ROI-Formel lautet:
ROI = ((Ertrag − Investition) / Investition) × 100
Vereinfacht gilt auch ROI = (Gewinn / Investition) × 100, wobei der Gewinn die Differenz aus Ertrag und Investition ist. Beispiel Marketing-Kampagne: Eine Kampagne kostet 25.000 € und erzielt einen Ertrag von 90.000 €. Der Gewinn beträgt 65.000 €, der ROI also (65.000 € / 25.000 €) × 100 = 260 %. Mit jedem investierten Euro werden somit 2,60 € Gewinn erwirtschaftet. Umgestellt lässt sich die Formel auch nach dem Ertrag (Ertrag = Investition × (1 + ROI/100)) oder der Investition auflösen – genau das übernimmt der Rechner oben.
Sponsoring-ROI: Kosten gegen Mediawert
Im Sportsponsoring lässt sich der ROI über den Mediawert bestimmen. Dazu wird der Geldwert der erzielten Werbekontakte (TV-Einblendungen, Presseberichte, Social-Media-Reichweite) den Sponsoringkosten gegenübergestellt:
Sponsoring-ROI = ((Mediawert − Sponsoringkosten) / Sponsoringkosten) × 100
Erzielt ein Trikotsponsoring für 8 Mio. € einen Mediawert von 20 Mio. €, ergibt sich ein ROI von 150 %. Der Sponsoring-Modus des Rechners ist genau dafür vorbereitet – einfach umschalten und Kosten sowie Mediawert eintragen.
ROI-Benchmarks im Marketing & Sponsoring
Typische ROI-Spannen geben Orientierung, ob eine Maßnahme wettbewerbsfähig ist. Die Werte schwanken stark nach Kanal, Zielsetzung und Zeithorizont:
| Bereich | Typischer ROI |
|---|---|
| Performance-Marketing (Search/Social) | 150 – 400 % |
| E-Mail-Marketing | bis > 1.000 % |
| Content- & SEO-Marketing | 200 – 500 % (mittelfristig) |
| Sponsoring (Mediawert-basiert) | 100 – 250 % |
| Hospitality / B2B-Events | 50 – 150 % |
| Markenkampagnen (Branding) | schwer messbar, langfristig |
Richtwerte als grobe Orientierung. Tatsächliche ROIs hängen von Zielgruppe, Attribution, Zeithorizont und Werbeumfeld ab und sollten immer mit eigenen Daten validiert werden.
ROI in der Praxis: Use-Cases im Sportbusiness
Marketing-Kampagnen
Für Performance-Kampagnen (Search, Social, Display) ist der ROI die Steuerungsgröße schlechthin: Er entscheidet, welche Kanäle skaliert und welche gestoppt werden. Wichtig ist eine saubere Attribution, damit dem richtigen Kanal der richtige Ertrag zugeordnet wird.
Sponsoring & Partnerschaften
Sponsoring-Entscheidungen lassen sich mit dem Mediawert-ROI objektivieren. So wird sichtbar, ob ein Trikot-, Banden- oder Namingrights-Deal die Kosten über den erzielten Werbewert rechtfertigt – ein starkes Argument in Budget-Verhandlungen.
Hospitality & B2B
Bei VIP-Logen und Hospitality-Paketen zählt der generierte Deckungsbeitrag aus neuen oder gehaltenen Geschäftsbeziehungen. Auch hier ordnet der ROI die Investition betriebswirtschaftlich ein.
Grenzen des ROI & Tipps
Der ROI bewertet nur das Verhältnis von Ertrag und Investition – nicht den Zeithorizont, das Risiko oder schwer messbare Effekte wie Markenimage und Kundenbindung. Eine kurzfristige Kampagne mit hohem ROI ist nicht automatisch besser als eine nachhaltige Markeninvestition. Ergänze den ROI daher um Kennzahlen wie Mediawert, Recall, Customer Lifetime Value und – bei längeren Laufzeiten – um zeitwertbereinigte Größen wie den Kapitalwert.